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Vaccination or NPI? A conjoint analysis of German citizens‘ preferences in the context of the COVID-19 pandemic von Jacques Bughin, Michele Cincera, Evelyn Kiepfer, Dorota Reykowska, Florian Philippi, Marcin Żyszkiewicz, Rafal Ohme & Dirk Frank

In einem Forscherverbund von ISM zusammen mit unserem Partner NEUROHM und der Université libre de Bruxelles (iCite) wurden potenzielle Einflussfaktoren auf die Impfbereitschaft in verschiedenen Szenarien getestet. Impfen ist eine der entscheidenden Säulen in der Pandemiebegrenzung. Dennoch ist die Impfquote in Deutschland vergleichsweise eher mäßig. Mit dem Ziel die entscheidenden Faktoren einer erfolgreichen Kommunikationsstrategie für Deutschland zu entschlüsseln, haben wir in unserer Studie die Präferenzstruktur der deutschen Bevölkerung in Bezug auf die Impfabsicht mittels diskreter Conjoint-Analyse ermittelt. Der Fokus lag hierbei auf den Trade-offs zwischen Arzneimitteln (Impfstoff) und „nicht-pharmazeutischen Interventionen“ (NPIs), wie z.B. Lockdown und soziale Distanzierung, sowie der Wert von freiwilliger gegenüber der verpflichtenden Einhaltung der Vorschriften für die Bürger.

Unsere Ergebnisse heben drei wichtige Erkenntnisse hervor:

✅ Wert des Wartens: bei 70 % wirksamem Impfstoff würde 1/3 der Bürger immer noch lieber in den nächsten 6 Monaten geimpft werden als sofort

✅ Kosten der NPI-Zwänge: Ein wirksamer Impfstoff kann eine Lösung sein, um die wirtschaftlichen Kosten und Folgen zu kompensieren, die durch invasive NPI über einen längeren oder wiederholten Zeitraum entstehen können

✅ Wahlfreiheit: Die Bürger ziehen die freiwillige Einhaltung der Vorschriften den auferlegten Maßnahmen vor, unabhängig davon, ob es um die Wahl der Impfung, der Distanzierungsmaßnahmen oder der Wahl des Arbeitsortes während der Pandemie geht.

Wie hoch der Geldwert der Impfung gegenüber den Kosten der Auferlegung von Schutzmaßnahmen (NPIs) in Abhängigkeit von der Impfwirksamkeit geschätzt wird, wurde ausführlich in verschiedenen Szenarien getestet und die aussichtsreichste Kommunikationsstrategie abgeleitet.

Besonderer Dank gilt Dynata für die Unterstützung im Rahmen dieses pro bono Projektes.

 

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