Neues vom ISM Trendforschungsteam

Geprägt durch Megatrends wie Gesundheit, Neo-Ökologie sowie Wissenskultur und Konnektivität, finden sich im Bereich Schönheits-, Haar- und Körperpflege viele Produktneuheiten und -entwicklungen mit entsprechenden Trendmerkmalen. Schlagworte wie „biologisch abbaubar“, „natürliche Inhaltsstoffe“, „vegan“ oder „tierversuchsfrei“ bestimmen die Landkarte der Beauty Trends. Sozial- und umweltverantwortungsvolle Marken wachsen immer weiter. Denn auch trotz aktuell medial dominierenden Themen wie der Corona Pandemie sehen Verbraucher Umweltverschmutzung und den globale Klimawandel als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.

Deutlich spiegeln diese Trends auch die Marktzahlen der Branche wider: so betrug der Marktanteil von Naturkosmetik oder naturnaher Kosmetik im Jahr 2012 noch 12,8% und im Jahr 2019 schon 18%. Die Marktanteile von klassischer Kosmetik hingegen sinken über die Jahre stetig.

Beeinflusst von neuen Ansprüchen wie dem Gesundheitsstreben finden sich mehr und mehr gesundheitsfördernde Schönheitsprodukte und solche Erzeugnisse, die sie sich dem Detoxing – der Befreiung von ungesunden und krankmachenden Substanzen, verschrieben haben.

Ökologische Motive verleihen Siegeln wie „Rezeptur ohne Mikroplastik“ oder „Verpackung zu 100% recyclebar“ Gewicht und füllen die Regale mit entsprechenden Produkten. Vor allem der Umgang mit Müll ist in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung. So versuchen die einen den Abfall möglichst gering zu halten oder gründen Initiativen zur Bekämpfung von z. B. der Verschmutzung der Meere durch Plastik.

Einen doppelten Gewinn für die Umwelt erzielen Marken, die neben nachhaltigen Verpackungskonzepten auch Zutaten aus der Natur für ihre Inhaltsstoffe verwenden, die andernfalls im Müll landen würden. Hautpflegende Substanzen wie sie im Kaffeesatz oder im Chai-Tee enthalten sind, werden dafür zum Beispiel von einem Kosmetikhersteller gesammelt und für seine Hautpflegeserie „upcycled“, um dem „Zero Waste“ Trend gerecht zu werden.

Zwei weitere Subtrends werden vor allem vom Influencer- und Social Media-Marketing genutzt: Die Individualisierung, bei der Produkte genau auf den Verbraucher zugeschnitten werden z. B. nach einem online durchgeführten Hautscreening, um die typgerechten Bedürfnisse der Hautpflege zu identifizieren oder den maßgeschneiderten Hautton für die neue Foundation zu bestimmen. Der Digitalisierungstrend ist das nützliche Bindeglied für den E-Commerce und bietet dem Verbraucher dabei die Möglichkeit ohne Unterbrechungen von einem Touchpoint zum nächsten zu gelangen und ihn in ein fließendes virtuelles Einkaufserlebnis zu hüllen.

Beitrag von Leonie Mouret (Internship Market Research) & Manuela Richter (Marketing Manager) aus dem Trendforschungsteam

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