Wie war die Online Premiere?

Wie sind die Eindrücke und Erfahrungen des ersten Online Events aus Sicht eines Vortragenden? Dirk Frank referierte diesen Montag gemeinsam mit Stefan Schneider von myFeedback zum Thema „Customer Journey und Customized Dashboards – Ein digitaler und transparenter Ansatz“ und reflektiert für uns den Networking-Abend.

„Die Suche nach positiven Aspekten der Corona-Pandemie ist in der Regel kein leichtes Unterfangen. Am ehesten hört man von den Vorzügen des Home-Office oder der größeren Flexibilität und Achtsamkeit, die alle aufbringen müssen, um Privates und Geschäftliches am Laufen zu halten. Und natürlich vom Digitalisierungsschub, den Corona im eher verschlafenen Deutschland ausgelöst hat.

All das konnte die geneigte Research Community am Montag dieser Woche in einem einzigen Event erleben. Der „Research plus“, schon fast eine Traditionsveranstaltung der DGOF, wurde gewissermaßen von jetzt auf gleich die Geschäftsgrundlage entzogen. Diese bestand im Kern aus einem gelungenen Mix von geselligem sozialen Miteinander, begleitet von kurzen, knackigen Vorträgen und anschließenden Diskussionen, so dass man dem eigenen Arbeitgeber zur allgemeinen Beruhigung immer darlegen konnte,  dass man sich mit Kolleginnen und Kollegen nicht einfach mal nur zu „Dining, Wining und Talking“ treffen will.

Und so hätte es auch in Mannheim wieder sein sollen, Ort des geplanten Geschehens der Taproom Jungbusch. Eine Bar, die schon drei Zapfhähne im Logo hat, braucht eigentlich keine weiteren Argumente, um zu einem gepflegten kollegialen Austausch zu animieren. Aber leider kein guter Ort, um Social Distancing vorbildlich vorzuleben. Die lokalen Organisatoren des vom TeamQ und dem Spiegel Institut gesponserten Events zeigten sich zusammen mit der bewährten Unterstützung durch die DGOF agil und organisierten die Veranstaltung kurzerhand als Webkonferenz. Und da waren sie wieder die Vorteile der Pandemie: über 140 bundesweite Anmeldungen von flexiblen Marktforschern und eine immer noch beeindruckende Teilnahme von 100 Kolleginnen und Kollegen, eine reibungslos funktionierende Plattform (ok, kleinere Probleme mit dem vergebenen Kennwort mussten und wurden sehr agil gelöst), drei knackige Vorträge, von denen wir einen mit unseren Kollegen von myFeedback mitgestalten durften, und eine von den Moderatoren interessant gestaltete Diskussion zeigten, was alles im „New Normal“ gehen kann. Alles gut also? Na ja, da war ja noch was mit den Taps im Taproom. Eine kleine verbliebene Schar versuchte nach dem offiziellen Teil den alten Traditionen nachzuhängen. Aber alleine trinken, auch wenn man den anderen zuprosten kann, ist und bleibt doof. So blieb am Ende die klare Erkenntnis: ein schöner Erfolg, kann und sollte man wieder machen, aber man freut sich dann doch auch wieder auf das nächste Live Event.“